Inertgasanlagen

Münstermann Inertgasanlagen ermöglichen das sichere Trocknen und Wärmebehandeln empfindlicher oder explosionsgefährdeter Produkte unter Schutzatmosphäre. Ob Lösemittelprozesse mit Rückgewinnung, chemische Beschichtungen oder oxidationsfreie Prozesse bei feuerfesten Werkstoffen – durch die gezielte Inertisierung mit Gasen wie Stickstoff, Formiergas oder CO₂ lassen sich höchste Prozesssicherheit und Energieeffizienz kombinieren.

Unsere Anlagen sind als Kammer- oder Durchlaufkonzepte realisierbar und lassen sich individuell in Ihre Produktionslinie integrieren.

Einsatzbereiche

Lösemittelhaltige Prozesse und Rückgewinnungssysteme

Trocknen Sie beschichtete Oberflächen, Lacke oder chemische Bestandteile in Umgebungen mit hoher Lösemittelkonzentration – oberhalb der UEG. Münstermann Inertgasanlagen bieten dabei nicht nur Sicherheit, sondern auch die Möglichkeit zur Lösemittel- und Inertgasrückgewinnung durch nachgeschaltete Kondensation.

Oxidationsfreie Wärmebehandlung sensibler Materialien

Verhindern Sie zuverlässig Oxidation bei der Wärmebehandlung, z. B. beim Tempern von Feuerfeststeinen oder Metallen. Die konstante Schutzatmosphäre in unseren Anlagen stellt gleichmäßige Ergebnisse bei minimalem Sauerstoffgehalt (< 1 %) sicher – bei Temperaturen bis zu 750 °C.

Funktionsweise & Ausführungsoptionen

  • Ausführung als kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Prozess
  • Produkte werden durch Schleusen von der Umgebung in den inerten Bereich transportiert
  • Inertisierung durch verschiedene Gase: N₂, CO₂, H₂O-Dampf, He, Ar, Formiergas
  • Einmalige Inertisierung zu Prozessbeginn möglich, danach minimaler Gasverbrauch
  • Rückgewinnung von Lösemitteln und Inertgas durch integrierte Kondensationssysteme
  • Kühlung im inerten Bereich über Wärmetauscher (z. B. Luft-Luft, Wasser-Luft)
  • Schleusensysteme individuell anpassbar: Düsen-, Kanal- oder Torsystem

Technische Daten

20 bis 750°C

Temperaturbereich (prozessabhängig)

bis zu <1%

Sauerstoffgehalt im Prozessraum

+/- 1K

erreichbare Temperaturgleichmäßigkeit

Flexible Inertgasauswahl

bspw. Stickstoff, CO₂, Helium, Argon, Formiergas, H₂O-Dampf

Besonderheiten der Münstermann Inertgasanlagen

Sehr geringe Inertgasverluste 

durch hochwirksame Schleusentechnologie

Dichtes Anlagendesign

 mit Sperrgasanschlüssen an allen Durchführungen

Dichtigkeitstest möglich

 (z. B. mit Helium) – für validierte Sicherheit

Sicherheitssysteme nach modernstem Stand

Not-Inertisierung (z. B. mit Dampf oder Wasser), Online-Messung von Sauerstoff, Temperatur, Druck etc. , Redundante Sicherheitstechnik

Vielfältige Schleusenvarianten

 je nach Produktform (z. B. für Folien, Bauteile, Trays)

Flexibler Leistungsumfang

Kombinierbar mit bestehenden Münstermann-Anlagen oder als eigenständige Lösung

Individuelle Prozessauslegung

 inkl. CFD-Simulation und Engineering-Support

Ihre Ansprechpartner

Michael Ahlers

Stellv. Leitung Vertrieb und F&E und Vertrieb Thermoprozessanlagen

Nele Schöne

Projektierung und Vertrieb Thermoprozessanlagen

Stefan Rüter

Projektierung und Vertrieb Thermoprozessanlagen

Häufig gestellte Fragen

Eine Inertgasanlage ist eine wärmebehandlungsfähige Trocknungs- oder Prozesskammer, in der das Produkt unter Schutzgas (z. B. Stickstoff) behandelt wird – ideal für Prozesse mit Lösemitteln, oxidationssensiblen Materialien oder Explosionsschutzanforderungen

Schleusen ermöglichen das Ein- und Ausschleusen von Produkten, ohne Sauerstoff in die Anlage einzutragen. Je nach Produkt kommen Düsen-, Kanal- oder Torsysteme zum Einsatz.

Ja – durch den Einsatz von Kondensationsanlagen kann sowohl das Lösemittel als auch das Inertgas effizient zurückgeführt und wiederverwendet werden.