Stefan Rüter

„In Sachen Stimmung und Fertigungstiefe sind wir ganz weit vorne.“

Stefan Rüter kam als Gymnasiast zu Münstermann zum Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung. Schon nach seinem Praktikum in den Osterferien in der zehnten Klasse wusste er, dass er eine Ausbildung bei Münstermann machen wollte. „Ich hatte meinen Ausbildungsvertrag bereits in der elften Klasse unterschrieben“, erinnert er sich – doch bis zum eigentlichen Start nach dem Abitur waren es noch zwei Jahre. Und auch nach seinem Bachelor-Abschluss in Maschinenbau musste Stefan erneut warten, denn damals war die Voraussetzung für ein Masterstudium eine zweijährige Berufserfahrung, die er noch nicht hatte. Als einer der jüngsten Absolventen erhielt er seinen Bachelor of Engineering und Master of Business Administration in Maschinenbau von der Fachhochschule Münster. „Das Studium neben der Arbeit ist eine echte Herausforderung“, erinnert sich Stefan an diese aufgrund der doppelten Belastung sehr anspruchsvolle Zeit. Er ist froh, dass er sich nun ganz auf sein Berufsleben konzentrieren kann. Auch dort lernt er jeden Tag etwas Neues. Persönliche Weiterentwicklung ist Stefan besonders wichtig, und so war ihm klar, dass er nach dem erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums nicht die nächsten zehn Jahre lang dieselben Aufgaben im Unternehmen übernehmen wollte. „Ich kann nur jedem empfehlen, solche Themen offen anzusprechen“, rät er. Bei Münstermann fand er ein offenes Ohr, große Unterstützung und neue Aufgabenbereiche.

Als „Project Engineering and Sales Thermoprocessing Systems“ leitet Stefan Rüter nun nicht nur seine eigenen Vertriebsprojekte, sondern auch die neue Tochtergesellschaft Münstermann USA Inc. Dazu gehören regelmäßige Kunden- und Messebesuche in den USA sowie die enge Zusammenarbeit mit seinen amerikanischen Kollegen: „Ich hätte nie gedacht, dass es sich so vertraut anfühlen würde, Englisch zu sprechen.“ Auch seine Arbeitszeiten haben sich geändert, da aufgrund der Zeitverschiebung nur ein kleines Zeitfenster von 14 bis 17 Uhr für die zeitnahe Abstimmung mit den USA zur Verfügung steht. Als er noch stärker mit Aufträgen für Asien befasst war, war er bereits um 6 Uhr morgens im Büro; jetzt beginnt er meist erst gegen 7:30 Uhr.

Beeindruckende vertikale Integration

„Wenn ich an einem Freitagnachmittag, kurz vor dem Wochenende, einen Kollegen anrufe und dringend etwas für ein Angebot brauche, ist es ein klarer Vorteil, dass ich schon so lange im Unternehmen bin“, sagt Stefan und beschreibt die positiven Aspekte seiner langjährigen Betriebszugehörigkeit. Aber er ist sich auch der Nachteile bewusst: „Ich kenne nichts anderes“, lacht er. Das stimmt nur auf den ersten Blick, denn er war bereits international für Münstermann unterwegs. Und durch seine Kommilitonen weiß er, wie andere Unternehmen funktionieren. „Was die Arbeitsmoral und die vertikale Integration angeht, sind wir weit voraus“, ist er sich sicher. Sein Lieblingsort ist die Fertigung: „Ich nehme mir gerne die Zeit, um zuzusehen, wie die Maschinen in der Halle gebaut werden, und bin immer wieder beeindruckt von unserer vertikalen Integration, die uns so effizient macht.“ Seine Lieblingsabteilung? Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung: „Die F&E-Abteilung ist unser Trumpf – für mich im Vertrieb ein riesiges Verkaufsargument. Wenn eine Anlage nicht läuft, kostet das Zeit und Geld. Dann ist der Druck enorm. Deshalb beginnt unsere kreative Arbeit mit der F&E bereits in der Angebotsphase.“ Bisher ist es bei Münstermann immer gelungen, alle Probleme zu lösen. „Das macht das Team so besonders und sichert unsere Stellung bei den Kunden“, berichtet er stolz.

Spannender, maßgeschneiderter Maschinenbau

Er freut sich schon sehr auf die bevorstehende Inbetriebnahme einer Maschine für ein neues Brennstoffzellen-Produktionsverfahren. „Wir haben viel Arbeit hineingesteckt, und die Anlage, wie wir sie gerade aufbauen, ist etwas, das es so noch nicht gibt“, erklärt Stefan und fügt hinzu: „Es ist auch ein Risiko dabei. Ich bin mir sicher, dass nicht alles reibungslos laufen wird. Aber ich bin ebenso sicher, dass wir das perfekte Team für dieses Projekt haben“, sagt Stefan Rüter zuversichtlich und strahlt dabei Ruhe und Optimismus aus. Das gilt sowohl für die bevorstehende Inbetriebnahme als auch für seine eigene Zukunft – beruflich wie privat.

Stefan hat bei Münstermann nicht nur berufliche Erfüllung gefunden, sondern auch die Frau seiner Träume. Während ihrer gemeinsamen Ausbildung in der Konstruktionsabteilung lernten sich Stefan und Sophia kennen und wurden ein Paar. Heute sind sie verheiratet und haben unterschiedliche Aufgabenbereiche – er im Vertrieb, sie im Marketing. Sie arbeiten eng zusammen an der Umsetzung der Marketingstrategie für Münstermann USA Inc. und an Messeauftritten.

Ob es in Zukunft mehr Führungsaufgaben sein werden oder etwas ganz anderes – Stefan ist sich sicher, dass er weiterhin alles proaktiv vorantreiben möchte, um gemeinsam mit Münstermann die Zukunft zu gestalten.

Stefan, du hast selbst noch während deines Studiums ein Praktikum bei Münstermann absolviert. Warum sind deiner Meinung nach frühe Einblicke in Unternehmen so wichtig?

„Zu meiner Schulzeit gab es kaum Einblicke in Unternehmen. Zum Glück ist das heute anders. In diesem Jahr wurde ich sogar als Absolvent gebeten, am Karrieretag meiner Schule teilzunehmen und den Schülern meinen Karriereweg zu zeigen und ihnen mehr über Münstermann zu erzählen. Das habe ich gerne gemacht.“

Nutzt du die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten?

„Ich bin kein großer Fan von Homeoffice, da es mir persönlich schwerfällt, mich von zu Hause aus auf die Details einzelner Projekte zu konzentrieren. Ich schätze besonders den persönlichen Austausch bei der Arbeit im Team. Ich fahre gerne mit dem Fahrrad ins Büro, komme erholt an und schalte dann auf dem Heimweg am Abend wieder ab.“